
Erst die Ursache finden –
dann behandeln
Haarausfall bei Frauen in der Eifel – Ursachen finden und gezielt behandeln
Haarausfall bei Frauen hat oft eine messbare Ursache: einen leeren Eisenspeicher, eine Unterfunktion der Schilddrüse, einen Vitaminmangel oder die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren. In meiner Privatpraxis in Hillesheim in der Vulkaneifel suche ich deshalb zuerst über Ihre Blutwerte nach der Ursache. Danach richtet sich die Behandlung: Ein Mangel wird ausgeglichen, und wenn es zu Ihrem Befund passt, behandle ich die Kopfhaut mit PRP aus Ihrem eigenen Blut.
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Zuerst
Gespräch und Blutwerte
Blutwerte
Ferritin, Schilddrüse, Vitamine
Behandlung
nach Befund: Infusion oder PRP
PRP-Sitzung
circa 60 Minuten
Danach
direkt gesellschaftsfähig
Kosten
PRP ab 190 € je Sitzung
Wann Sie Haarausfall abklären lassen sollten
Bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren ist normal. Abklären lohnt sich, wenn Ihnen über mehrere Wochen deutlich mehr Haare ausgehen, wenn der Scheitel breiter wird oder die Kopfhaut durchscheint. Das gilt besonders, wenn Müdigkeit, brüchige Nägel oder ein Eisenmangel dazukommen.
Plötzlich starker Haarausfall beginnt oft zwei bis drei Monate nach einem Auslöser: nach einem Infekt, einer Geburt, einer Zeit mit viel Stress oder nach schnellem Abnehmen. Auch das lässt sich einordnen.
Haarausfall bei Frauen: Ursachen – und welche Blutwerte ich bestimme
Meist kommen mehrere Dinge zusammen. Deshalb frage ich zuerst genau nach und lasse dann die Blutwerte bestimmen, die zu Ihrer Vorgeschichte passen.
Diese Blutwerte sehe ich mir an
Ein Mangel lässt sich messen. Wählen Sie einen Wert, dann sehen Sie, was er mit Ihren Haaren zu tun hat.
Sind Ihre Blutwerte in Ordnung, ist auch das ein Ergebnis: Dann liegt die Ursache woanders, und Sie nehmen nichts auf Verdacht ein.
Nicht jede Ursache zeigt sich im Blut:
- Wechseljahre und Hormonedas Haar wird vor allem am Scheitel dünner
- Stress, Infekt, Geburtdiffuser Haarausfall am ganzen Kopf
- Veranlagungerblich bedingter Haarausfall, die häufigste Form
Ferritin und Haarausfall: Was sagen Studien – und was nicht?
Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2022 hat 36 Studien mit zusammen rund 10.000 Frauen ausgewertet (Treister-Goltzman et al.)1. Frauen mit Haarausfall ohne Vernarbung hatten im Mittel niedrigere Ferritinwerte als Frauen ohne Haarausfall. Die Autoren folgern, dass Frauen mit Haarausfall von höheren Ferritinwerten profitieren können.
Es gibt auch Gegenstimmen: In einer Untersuchung der Duke University mit 381 Frauen mit Haarausfall war Eisenmangel nicht häufiger als bei Frauen ohne Haarausfall (Olsen et al. 2010)2.
Meine Grenze: Ferritin circa 70. Diesen Wert empfiehlt auch eine Übersichtsarbeit zu Ernährung und Haarausfall (Rushton 2002)4. Liegt Ihr Ferritinwert bei Haarausfall unter circa 70, werte ich das als Mangel und fülle den Eisenspeicher auf: mit Eisentabletten oder mit einer Eiseninfusion, je nachdem, was Sie vertragen. Ein bestimmtes Ergebnis verspreche ich Ihnen nicht.
Für Vitamine und Spurenelemente gilt dasselbe: Sinnvoll ist der Ausgleich eines nachgewiesenen Mangels, nicht die Einnahme auf Verdacht (Almohanna et al. 2019)3.
Quellen
1 Treister-Goltzman Y, Yarza S, Peleg R: Iron Deficiency and Nonscarring Alopecia in Women: Systematic Review and Meta-Analysis. Skin Appendage Disord 2022;8:83–92. PubMed
2 Olsen EA, Reed KB, Cacchio PB, Caudill L: Iron deficiency in female pattern hair loss, chronic telogen effluvium, and control groups. J Am Acad Dermatol 2010;63:991–9. PubMed
3 Almohanna HM, Ahmed AA, Tsatalis JP, Tosti A: The Role of Vitamins and Minerals in Hair Loss: A Review. Dermatol Ther (Heidelb) 2019;9:51–70. PubMed
4 Rushton DH: Nutritional factors and hair loss. Clin Exp Dermatol 2002;27:396–404. PubMed
Schilddrüse und Haarausfall: Was ist belegt?
Die Haarwurzel reagiert direkt auf Schilddrüsenhormone. Sowohl zu wenig als auch zu viel davon kann Haarausfall auslösen (van Beek et al., Universität Lübeck, 2008)1. In einer Übersichtsarbeit haben etwa ein Drittel der Menschen mit einer Unterfunktion und etwa die Hälfte der Menschen mit einer Überfunktion Haarausfall (Hussein et al. 2023)2.
Die Unterfunktion ist aber viel häufiger: In Europa kommt sie rund viermal so oft vor wie die Überfunktion (Garmendia Madariaga et al. 2014)3. Deshalb steckt hinter Haarausfall durch die Schilddrüse meist eine Unterfunktion.
Quellen
1 van Beek N, Bodó E, Kromminga A et al.: Thyroid hormones directly alter human hair follicle functions. J Clin Endocrinol Metab 2008;93:4381–8. PubMed
2 Hussein RS, Atia T, Bin Dayel S: Impact of Thyroid Dysfunction on Hair Disorders. Cureus 2023;15:e43266. PubMed
3 Garmendia Madariaga A, Santos Palacios S, Guillén-Grima F, Galofré JC: The incidence and prevalence of thyroid dysfunction in Europe: a meta-analysis. J Clin Endocrinol Metab 2014;99:923–31. PubMed
Eiweiß und Haarausfall: Was ist belegt?
Haare bestehen zum größten Teil aus Eiweiß. Bekommt der Körper zu wenig davon, verändert sich die Haarwurzel schon nach rund zwei Wochen (Bradfield et al., Science 1967)1. Eine Übersichtsarbeit nennt Haarausfall als bekannte Folge von schnellem Gewichtsverlust und zu wenig Eiweiß in der Ernährung (Guo und Katta 2017)2.
In einer Untersuchung fielen neun Menschen zwei bis fünf Monate nach Beginn einer strengen Diät viele Haare aus. Die Haare wuchsen innerhalb einiger Monate wieder nach (Goette und Odom, JAMA 1976)3. Das Gesamteiweiß im Blut gibt mir einen Anhaltspunkt, ob Ihr Körper genug Eiweiß zur Verfügung hat.
Quellen
1 Bradfield RB, Bailey MA, Margen S: Morphological changes in human scalp hair roots during deprivation of protein. Science 1967;157:438–9. PubMed
2 Guo EL, Katta R: Diet and hair loss: effects of nutrient deficiency and supplement use. Dermatol Pract Concept 2017;7:1–10. PubMed
3 Goette DK, Odom RB: Alopecia in crash dieters. JAMA 1976;235:2622–3. PubMed
Wann wachsen die Haare wieder?
Haare wachsen langsam, etwa einen Zentimeter im Monat. Ist ein Mangel ausgeglichen oder ein Auslöser überstanden, dauert es deshalb in der Regel mehrere Monate, bis Sie eine Veränderung sehen. Bei erblich bedingtem Haarausfall geht es vor allem darum, das Fortschreiten zu bremsen.
Kreisrunden Haarausfall und Haarausfall mit Vernarbung behandelt die Hautärztin oder der Hautarzt. Wenn ich so etwas sehe, sage ich es Ihnen offen.
PRP an der Kopfhaut: Eigenblut bei Haarausfall
So läuft die Behandlung ab. Vor der Blutentnahme spritze ich Ihnen eine Ampulle Biotin, das Vitamin für Haut, Haare und Nägel. So ist das Plasma zusätzlich mit Biotin angereichert. Das ist eine Besonderheit meiner Praxis. Dann nehme ich Ihnen etwas Blut ab. Eine Zentrifuge trennt daraus das plättchenreiche Plasma, kurz PRP. Dieses Plasma spritze ich mit feinen Nadeln in die Kopfhaut der betroffenen Stellen. Auf Wunsch betäube ich die Kopfhaut vorher örtlich.
Was Studien zeigen. In einer Studie mit 30 Frauen mit erblich bedingtem Haarausfall erhielt ein Teil PRP, der andere Kochsalzlösung. Nach 24 Wochen sahen Gutachter, die die Zuteilung nicht kannten, bei 57 Prozent der Frauen mit PRP eine Verbesserung, in der Vergleichsgruppe bei 7 Prozent (Dubin et al. 2020). Die Studie ist klein, und andere Studien fallen unterschiedlich aus. PRP kann das Haarwachstum unterstützen, eine Garantie gibt es nicht.
Wie oft. In der Regel drei bis fünf Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen.
Wann PRP infrage kommt. Bei dünner werdendem Haar, solange die Haarwurzeln noch vorhanden sind. Auf vernarbten oder seit Jahren kahlen Stellen ist PRP nicht sinnvoll.
Danach. Die Kopfhaut kann am Behandlungstag gerötet und etwas geschwollen sein. Auch ein Spannungsgefühl oder leichte Kopfschmerzen sind möglich.
Dasselbe Verfahren setze ich im Gesicht ein: Vampirlifting / PRP.
Quelle
Dubin DP, Lin MJ, Leight HM et al.: The effect of platelet-rich plasma on female androgenetic alopecia: A randomized controlled trial. J Am Acad Dermatol 2020;83:1294–1297. PubMed
Ihr Weg in vier Schritten
- 1Gespräch
Seit wann fallen die Haare aus, was hat sich davor verändert, welche Medikamente nehmen Sie? Ich sehe mir Kopfhaut und Haare an.
- 2Blutentnahme
Welche Werte sinnvoll sind, richtet sich nach Ihrer Vorgeschichte. Die Rechnung dafür erhalten Sie direkt vom Labor.
- 3Befund
Ich erkläre Ihnen Ihre Werte und sage Ihnen, was sie für Ihre Haare bedeuten.
- 4Behandlung
Ein Mangel wird ausgeglichen, zum Beispiel mit einer Eiseninfusion. Wenn es passt, folgt PRP an der Kopfhaut, in der Regel drei bis fünf Sitzungen.
Passende Behandlungen in meiner Praxis
Je nach Befund kommen diese Behandlungen infrage.
Was kostet die Behandlung bei Haarausfall?
Ihre BehandlungPreise · Haarausfall
- PRP an der Kopfhautje Sitzungab 190,00 €*
- Eiseninfusionje Infusionab 159,00 €*
- Vitamin B12 Infusionje Infusionab 129,00 €*
Die Laborkosten kommen immer hinzu. Die Rechnung dafür erhalten Sie direkt vom Labor. Sie ist nicht Teil meiner Rechnung.
* Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)
*Bei der Abrechnung bin ich an die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) gebunden. Die Preise können daher je nach Zeitaufwand, Schwierigkeitsgrad und Materialverbrauch abweichen. Die genannten Preise dienen als erste Orientierung.
- PRP: circa 60 Minuten je Sitzung
- in der Regel drei bis fünf Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen
- Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)
Häufige Fragen zu Haarausfall bei Frauen
Zuerst die Ursache klären. Dazu gehören ein Gespräch, ein Blick auf Kopfhaut und Haare und die passenden Blutwerte, zum Beispiel Ferritin, Schilddrüse und Vitamin B12. Erst danach lässt sich sagen, welche Behandlung sinnvoll ist.
Erste Anlaufstellen sind die Hausarztpraxis, die Hautarztpraxis oder eine Praxis, die Haarausfall über die Blutwerte abklärt. In meiner Privatpraxis in Hillesheim beginne ich mit dem Gespräch und den Blutwerten. Kreisrunden Haarausfall und Haarausfall mit Vernarbung behandelt die Hautärztin oder der Hautarzt.
Ich bestimme Ferritin als Maß für den Eisenspeicher, die Schilddrüsenwerte TSH, fT3, fT4 und reverses T3, Vitamin B12, Vitamin D, das Gesamteiweiß und Zink im Vollblut. Welche Werte bei Ihnen sinnvoll sind, richtet sich nach Ihrer Vorgeschichte. Die Rechnung für die Blutwerte erhalten Sie direkt vom Labor.
Ja, das ist möglich. In einer Auswertung von 36 Studien hatten Frauen mit Haarausfall im Mittel niedrigere Ferritinwerte als Frauen ohne Haarausfall. Nicht jede Studie bestätigt das. Ich messe deshalb zuerst den Ferritinwert. Liegt er unter circa 70, werte ich das bei Haarausfall als Mangel.
Wenn der Eisenmangel die Ursache war, können die Haare nach dem Auffüllen des Speichers wieder nachwachsen. Haare wachsen etwa einen Zentimeter im Monat, deshalb dauert es in der Regel mehrere Monate, bis Sie etwas sehen. Versprechen kann das niemand.
In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, und viele Frauen bemerken dünneres Haar am Scheitel. Ich kläre zuerst über die Blutwerte, ob zusätzlich ein Mangel oder die Schilddrüse beteiligt ist. Danach besprechen wir, welche Behandlung bei Ihnen sinnvoll ist.
Beim diffusen Haarausfall gehen die Haare am ganzen Kopf gleichmäßig aus, nicht nur an einer Stelle. Häufige Auslöser sind Eisenmangel, eine Unterfunktion der Schilddrüse, ein Infekt, eine Geburt, Stress oder schnelles Abnehmen. Er beginnt oft zwei bis drei Monate nach dem Auslöser.
PRP, also Eigenblut, kann das Haarwachstum unterstützen. In einer Studie mit 30 Frauen mit erblich bedingtem Haarausfall besserte sich der Befund bei 57 Prozent der Frauen mit PRP, in der Vergleichsgruppe bei 7 Prozent. Die Studien sind klein, eine Garantie gibt es nicht. Sinnvoll ist PRP nur, solange die Haarwurzeln noch vorhanden sind.
In der Regel drei bis fünf Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen. Eine Sitzung dauert circa 60 Minuten.
Eine PRP-Sitzung an der Kopfhaut kostet ab 190 €. Der Preis richtet sich nach der Größe der behandelten Fläche. Als Privatpraxis rechne ich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab.
In meiner Privatpraxis in Hillesheim in der Vulkaneifel. Zu mir kommen Patientinnen aus Hillesheim, Gerolstein, Daun und der ganzen Region, auch aus Richtung Trier, Koblenz, Köln und Bonn.
Medizinisch geprüft von Dr. med. Natalie Wiesen, Fachärztin · Stand: Oktober 2026